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Acumen
smart electronics for bikes
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Ganganzeige PG8:
Kennt Ihr das: man fährt locker über Land und hat ständig das Gefühl, man
müsste noch einen Gang hochschalten?
Kein Wunder bei dem Dampf, den die Motorräder heutzutage oft zur Verfügung
stellen. Da wünscht man sich doch echt eine Ganganzeige. Technisch eigentlich
kein Problem schon meine Fahrschulmaschine in den 80er Jahren hatte eine. Auch
meine BMW R 1100 GS ließ mich dank FID nicht im Unklaren. Bei manchen
Maschinen hat man auch einen Leerweg oberhalb des letzten Ganges, bei vielen
anderen hingegen kann man höchstens anhand der Drehzahl den eingelegten Gang
erraten.
Abhilfe verspricht die Ganganzeige PG8 der britischen Firma Acumen-Electronics,
die von der Engel Tuning
aus Nuthe-Urstromtal vertrieben wird. Das Teil eignet sich für alle Motorräder
die einen elektronischen Tacho haben. Das sind heutzutage fast alle, denn auch
wenn ein Zeiger (analog) zu sehen ist, erfolgt die Ansteuerung meist
elektronisch (digital). Für Bikes mit alten mechanischen Tachos ist ein
separater Impulsgeber lieferbar. Die PG8 ist mit blau, gelb, rot oder grün
leuchtender Anzeige erhältlich und ca. 25x35x23mm groß (B/L/T). Sie kann mit
beiliegendem Klett einfach im Cockpit befestigt werden. Der Anschluss der fünf
Drähte erfolgt nach einem relativ einfachen Schema. Wer sich noch nie mit
Fahrzeugelektrik
beschäftigt hat oder über zwei linke Hände verfügt, greift aber besser zu
einem Adapterkabel, das für verschiedene
Modelle bereits erhältlich ist oder wendet sich an seinen Motorradhändler. Mit
dem Adapterkabel ist der Einbau fast ein Kinderspiel. Nachdem alles an seinem
Platz ist, erfolgt die „Programmierung” der Ganganzeige. Das Teil muss lernen
wieviele Gänge (max. 8) das Motorrad hat und wie es den Leerlauf anzeigen
soll. Der Vorgang ist nicht weiter kompliziert, ein Montage- oder Hauptständer
empfiehlt sich aber dabei, da die PG8 bei laufendem Motor die eingelegte Gänge
abfragt.
Die Einstellung im Fahrbetrieb ist auch möglich, doch sollte man dafür eine
abgelegene Strecke wählen, da ein Knopf hinten an der Ganganzeige gedrückt
werden muss. Den beiliegenden Stift, mit dem der Knopf gedrückt wird, sichert
man während
der Einstellerei am besten mit Klebeband. Die Anzeige lässt sich unter
normalen Lichtverhältnissen gut ablesen.
Bei ungünstigem Lichteinfall spiegelt die Oberfläche jedoch. Abhilfe schafft
es z.B. bei unserer Suzuki SV 1000 S
(die derzeit für fast alle Produkttests herhalten muss), die Anzeige etwas
tiefer in die Schatten spendende Verkleidung
zu setzen.

Schaltlicht PD8:
Um es vorweg zu nehmen: der Name ist etwas unglücklich gewählt, da die Anzeige
nicht nur einen Schaltzeitpunkt signalisiert, sondern auch als Drehzahlmesser
fungieren kann. Dennoch dürfte das Schaltlicht im Gegensatz zur Ganganzeige
eher sportlich orientierte Motorradfahrer oder Umbau-Freaks ansprechen. Bei
einem exklusiven spartanischen (Fighter-) Umbau kann man so auf den
Drehzahlmesser verzichten und das PD8 als extravagante Drehzahlkontrolle
einsetzen. Interessanter wird das Schaltlicht bei Renntrainings. Dort ist es
nicht immer ganz einfach, den Drehzahlmesser im Auge zu behalten. Speziell
Fahrer von Maschinen mit den modernen, schwer ablesbaren
LCD-Balken-Drehzahlmessern kennen die Problematik: immer wieder rennt das Bike
in den Begrenzer. Das stört nicht nur die Konzentration, sondern kostet auch
Zeit. Das PD8 besteht aus sieben im
Kreis angeordneten weißen LEDs sowie einer Mittel-LED. Der äußere Ring wird
auf einen beliebigen Drehzahlbereich
programmiert, die Mittel-LED signalisiert die eingestellte Schaltdrehzahl. Der
Einbau ist genauso einfach wie bei der PG8, das
Adapterkabel ist für den gleichzeitigen Anschluss beider Anzeigen vorbereitet.
Ohne Adapter müssen drei einzelne Drähte angeschlossen werden.
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Der Einbau sollte so erfolgen, dass die PD8 bei renntypischer Haltung gut
ins Auge fällt.
Die Programmierung des Schaltlichts bietet vielfältige Möglichkeiten. Die
Programmieranleitung liest sich zunächst etwas komplizierter, doch der
Schein täuscht. Wichtig ist beim PD8 vor allem, dass man sich vorher gut
überlegt, was man eigentlich
angezeigt haben möchte. Dazu greift man sich am besten ein
Leistungs-/Gangdiagramm seiner Maschine, idealerweise ein frisch auf dem
Prüfstand erstelltes, alternativ eines aus einer Fachzeitschrift. Bei
unserer SV soll die Anzeige den auf der Rennstrecke wichtigen
Drehzahlbereich und die Schaltdrehzahl anzeigen. Laut Diagramm beträgt das
Leistungsmaximum der SV 117 PS
bei 9200 U/min., das Drehmomentmaximum liegt bei 7300 U/min. In diesem
Bereich sollten wir uns also bewegen, um zumindest von der Motorleistung
her auf dem Rundkurs im optimalen Bereich unterwegs zu sein. Ab 9200 U/min
fällt die Leistungskurve
bis zum Begrenzer ab. Spätestens bei 9300 U/min sollte also geschaltet
werden. Der Schaltsprung lässt die Drehzahl etwas abfallen und idealer
Leistungsanschluss ist gesichert. Den Diodenkranz programmieren wir so,
dass er bei 7300 U/min mit der
ersten LED zu leuchten beginnt und alle 300 U/min bis zum Erreichen von
9100 U/min eine LED zuschaltet. Bei 9300 U/min signalisiert die mittlere
LED dann den Schaltpunkt. Alternativ kann auch die ganze LED-Einheit bei
Erreichen der eingestellten Maximaldrehzahl blinken.
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Hier muss jeder durch Ausprobieren die für ihn beste Einstellung finden. Zum
Üben einer drehzahlabhängigen Fahrweise kann man das Schaltlicht für die
Landstraße auch auf einen niedrigeren Bereich einstellen, denn sonst ist man
schnell jenseits von gut und böse unterwegs. Über Farbfilterscheiben in rot,
blau, gelb und grün bzw. der abgebildeten Vierfarb-Blende wird das PD8 den
persönlichen Wünschen angepasst. Alternativ zum PD8 ist auch das
Schaltlicht SL1 lieferbar, das über einen LED-Cluster sehr hell das Erreichen
der Schaltdrehzahl signalisiert. Ganganzeige PG8 und Schaltlicht PD8 kosten
jeweils 98,50 Euro. Bei beiden sorgt ein automatischer Dimmer dafür, dass die
Leuchtkraft bei
Nacht vermindert wird. Das Adapterkabel kostet 43 Euro und das SL1 gibt es für
85 Euro. Durch die universelle Verwendbarkeit kann man die Anzeigen bei einem
Fahrzeugwechsel problemlos an die neue Maschine anpassen und auch die
Programmierung kann jederzeit und beliebig oft geändert werden. Zur
englischsprachigen Einbauanleitung liefert Engel
Tuning eine gut verständliche Übersetzung.
Mehr Infos zu den Produkten
bekommt Ihr auf der Website
http://www.ganganzeige.net
oder fragt Euren Motorradhändler.
Marcus Lacroix
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